Ferrylines.com spendet für die WWF-Projekte zum Schutz der Meere
© WWF / Jürgen Freund

Der WWF ist eine der größten und erfahrensten Naturschutzorganisationen der Welt und in mehr als 100 Ländern aktiv. Das globale Netzwerk des WWF unterhält 90 Büros in mehr als 40 Ländern. Rund um den Globus führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell 1.300 Projekte zur Bewahrung der biologischen Vielfalt durch.

Mit unserer Spende unterstützen wir den WWF beim Kampf gegen Plastikmüll in den Weltmeeren.

Etwa 70 Prozent der Oberfläche der Erde sind von Wasser bedeckt. Doch heute schwimmen in jedem Quadratkilometer der Meere hundertzehntausende Teile Plastikmüll. Seevögel verenden qualvoll an Plastikteilen in ihrem Magen, Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und Fische verwechseln winzige Plastikteilchen mit Plankton. Plastik ist aus unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken – für viele Produkte kommen verschiedene Kunststoffsorten zum Einsatz. Seit 1964 hat sich die Produktion von Plastik verzwanzigfacht, derzeit sind es 322 Millionen Tonnen pro Jahr. Es wird damit gerechnet, dass sich diese Menge  in den nächsten 20 Jahren verdoppelt. Die Herstellung von Plastikverpackungen wächst derzeit um 5% jährlich.

Aus globaler Sicht ist vor allem die  unzureichende Entsorgung von Plastikverpackungen das Problem: Weltweit gelangen von den 78 Millionen Tonnen Plastikverpackungen 32 Prozent unkontrolliert in die Umwelt, wie zum Beispiel in Flüsse und Meere. Es wird geschätzt, dass weltweit jährlich 4,8 – 12,7 Millionen Tonnen in die Meere gelangen. Problematisch dabei ist, dass sich Kunststoffe nicht oder extrem langsam zersetzen. Es wird geschätzt, dass Plastikteile etliche hundert Jahre  in der Umwelt verbleiben.

Eine wichtige Problemzone des Plastikmüllproblems ist die Region in Südostasien. Dort sind die Systeme zum Sammeln und Sortieren von Müll noch nicht so weit entwickelt wie beispielsweise in Deutschland. Neben der ungeregelten Entsorgung von Verpackungen ist die Müllbeseitigung durch Schiffe auf hoher See ein Problem. Obwohl die Entsorgung von Müll "über die Reling" verboten ist, halten sich Schiffsbesatzungen nicht immer daran, den Müll in den Häfen abzugeben.

Ebenso gehen von Fischerbooten oft Netze verloren und treiben als „Geisternetze“ in den Meeren herum. Rund ein Zehntel des Plastikmülls in den Meeren stammt aus der Fischerei. Allein in der Ostsee gehen jährlich 5.000 - 10.000 Netze verloren, aneinandergereiht würden diese Geisternetze etwa von Frankfurt bis Hamburg reichen.

Der Eintrag von Materialien, die sich nicht biologisch zersetzen und daher in den Meeren anreichern, hat etliche negative Folgen für die Umwelt. Derzeit wird geschätzt, dass 1333 Tierarten vom Plastikmüll betroffen sind. So wurde ermittelt, dass sich jedes Jahr neben unzähligen anderen Meerestieren zwischen 57.000 und 135.000 Wale, Robben und Seehunde in Tauen und Netzen verfangen. Hierbei spielen vor allem die „Geisternetze“ eine traurige Rolle. Aus diesem Grund führt der WWF in der Ostseeregion  ein Projekt durch, um im Meer treibende Netze wieder zu entfernen. Vor der polnischen Küste konnten mittlerweile 270 Tonnen Netze geborgen werden, jetzt werden an der Deutschen Ostseeküste verloren gegangene Netze aufgespürt und entfernt.

Auch anderer Meeresmüll birgt Gefahren für Tiere. Meeresschildkröten verwechseln Plastiktüten mit Quallen, von denen sie sich sonst ernähren und gehen daran zugrunde. Es wird erwartet, das bei sich fortsetzender Freisetzung von Plastikmüll im Jahr 2050 nahezu alle Meeresvögel Plastikteile im Magen haben werden. Plastik im Magen beeinträchtigt den Verdauungstrakt der Vögel oder die Tiere verhungern, weil sie sich durch das Plastik im Magen bereits gesättigt fühlen.

Auch wirtschaftliche Schäden entstehen durch Plastikmüll in den Meeren. Schiffsschrauben können sich in Netzen verfangen oder Geisternetze den Fischfang beeinträchtigen. Touristen wenden sich von Orten ab, deren Strände vermüllt sind.

Um die Probleme zu lösen, darf Plastikmüll nicht mehr in die Umwelt gelangen. In Deutschland ist dieses Problem vergleichsweise gut gelöst, weil hier Verpackungen über den gelben Sack getrennt erfasst und weiter verarbeitet werden. Unternehmen, welche die Verpackungen in den Verkehr bringen, zahlen eine Lizenzgebühr, die teilweise Sammlung, Sortierung und Recycling finanziert. Daher muss die Wirtschaft weltweit Verantwortung übernehmen, die Entsorgung von Verpackungsmüll durch lokal angepasste Systeme sicherzustellen.

Schiffsmüll kann in den Häfen angelandet werden, wenn die entsprechenden Hafengebühren so gestaltet sind, dass eine Entsorgung des Mülls an Land belohnt wird und die Häfen die Einrichtungen vorhalten. Einen Beitrag, den jeder leisten kann, ist so weit wie möglich den Verbrauch von Einwegartikeln und Verpackungen aus Plastik zu reduzieren und beim Kauf von Shampoo, Duschgel und Kosmetik darauf zu achten, dass kein Mikroplastik enthalten ist.

Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten des WWF.

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